36. Sitzung des staDDrat am 19. Januar 2012 (im Kulturrathaus)
Am 19. Januar trifft sich der Stadtrat zu seiner 36. Sitzung dieser Wahlperiode im Kulturrathaus.
Die vorläufige Tagesordnung ist, wie immer, bereits eine Woche vor der Sitzung online zu finden.
Zu Sitzungbeginn bzw. im Sitzungsverlauf werden allerdings weitere Änderungen der Tagesordnung vorgenommen.
Das kann die Beantragung von Redezeit für “externe” Fachleute sein, oder das Vorziehen oder Vertagen von Tagesordnungspunkten (TOP).
Folgende Tagesordnungspunkte scheinen mir interessant und/oder kommentierenswert zu sein.
- Die ersten beiden TOP drehen sich um das Nachrücken und die “Vereidigung” (nach §35 Abs. 1 der Sächsischen Gemeindeordnung) eines Stadtrat es für den kürzlich verstorbenen Eberhard Rink.
- Unter TOP3 werden Beschlüsse des Stadtrates aus bekannt gegeben, die in der letzten Sitzung nicht-öffentlich getroffen wurden (z.B. bei Personal-Angelegenheiten)
- Erfahrungsgemäß ist die Fragestunde der Stadträtinnen und Stadträte, TOP5 meist recht informativ und volksnah. Aufgrund des bereits im November beschlossenen Antrags der SPD wird es bald ergänzend eine Einwohnerinnen- und Einwohnerfragestunde geben.
- TOP8 – Man mag es kaum glauben, aber in der Regel kann der Stadtrat auch ohne Debatte Beschlüsse fassen.
- Die Erweiterung des Zoos für eine artgerechte Elefantentierhaltung, unter TOP9, stand bereits mehrmals auf der Tagesordnung, wurde aber bisher entweder vertagt oder vom Antragsteller (FDP) zurück gezogen.
- Ähnlich erging es TOP10, Errichtung einer Tiefgarage am Palaisplatz, der trotz zahlreicher und begründeter Kritik immer wieder auf die Tagesordnung gesetzt wird.
- “Innovation statt Restriktion!” verspricht der Antrag der CDU-Fraktion in TOP11, mit “Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität”, worunter das Anstreichen von Hausfassaden mit Nano-Partikeln aus Titanoxid zu verstehen ist.
- Mehr Selbstständigkeit für Schulen soll durch einen Antrag der Grünen-Fraktion in TOP12 erreicht werden
- Der FDP-Antrag unter TOP13 soll die Zahlungsmoral der Landeshauptstadt gegenüber Lieferanten und Auftragnehmern verbessern, was einer Umsetzungfrist auf Bundesebene bis 2013 vorgreifen soll.
- Mit TOP15 kommt ein Antrag endlich zur Behandlung in den Stadtrat, der zuletzt wegen Erkrankung des einbringenden Stadtrates vertagt wurde. In Anlehnung an München soll die Dresdner Stadtverwaltung mit dem Entwurf einer Informationsfreiheitssatzung beauftragt werden.
- Gespannt sein darf mensch auch auf TOP20, eine Vorlage der Stadtverwaltung, die die Umschichtung von nicht verbrauchten Haushaltsresten vorschlägt.
- Der SPD-Antrag (TOP21) zur “Gründung einer Bürgersolargemeinschaft” in Reaktion auf bzw. mit Bezug zur Nuklearkatastrohe in und um Fukushima enthält durchaus bedenkenswerte Ideen, die allerdings durch bundespolitische Vorgaben torpediert werden könnten.
- Als würde ein Bürgerentscheid im Jahr nicht reichen, fordert ein interfraktioneller Antrag (TOP22) von Linken, Grünen und SPD einen weiteren: Die Aufhebung des Stadtratsbeschlusses zum vierspurigen Ausbau der Königesbrücker Straße
